Hospizdienst Weinsberger Tal e.V. - Bevier - Rituale
 

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Sprache kann Geheimnisse des Todes nicht erfassen

Immer mehr Menschen öffnen sich Vorträgen, die sich mit dem Lebensende befassen. Marianne Bevier sprach vor 80 Zuhörern über Rituale für Begleitende und Sterbende im evangelischen Gemeindehaus Lehrensteinsfeld. Eingeladen hatte der Hospizdienst Weinsberger Tal.

Unsere Alltagssprache kann das Geheimnis des Todes nicht erfassen , sagte die katholische Diplom-Theologin und Pastoralpsychologin. Sterbende drückten sich deshalb in Bildern aus auf der Schwelle in eine andere Dimension. Rituale helfen ebenfalls an diesem Punkt, wo es keine Alltagssprache mehr gibt.

Horst Gold, Vorsitzender des Hospizdienstes Weinsberger Tal, sagte in seiner Einleitung: Unser Leben ist von Ritualen geprägt, viel mehr als wir bewusst wahrnehmen, sie signalisieren Zuwendung und geben Sicherheit. Rituale haben am Lebensende eine große Bedeutung. Was Rituale sind, wie jeder das passende Ritual bei einem Sterbenden finden könne, und dass es keine falschen Rituale gebe, darüber sprach die Supervisorin.

Seit zehn Jahren arbeitet die frühere Krankenhausseelsorgerin in der Mannheimer Hospizarbeit und bildet ehrenamtliche Hospizhelfer aus. In Mannheim gebe es zwei ambulante Hospiz-Dienste, ein von der Caritas getragenes Hospiz-Haus und eine Palliativ-Station an der Klinik informierte sie.

Ein Ritual weist immer über Zeit und Raum hinaus, neben dem Tun braucht es auch das Wort, und Rituale sind wiederholbar , erklärte Bevier die Merkmale. Rituale seien für Sterbende hilfreich, um sich zu verabschieden, Trost und Kraft zu finden, für das, was kommt. In der kirchlichen Tradition gebe es bei den Katholiken zum Beispiel die Krankensalbung. Dazu kämen Segensrituale. Das kann jeder von Ihnen , machte die Referentin Mut. Eine Hand auflegen und ein Gebet sprechen seien eine ganz schöne Form eines Rituals . Als weiteres kirchliches Ritual erwähnte sie Eucharistie und Abendmahl.

Man könne eine Kerze anzünden, sie symbolisiere ein Licht in der Dunkelheit. Hilfreich für den Begleitenden sei zu fragen, woran sich der Sterbende im Leben festgehalten habe? Man könne etwas in die Hand geben, das Kraft spende. Eine Geschichte vorlesen oder ein Lied singen, das drücke Nähe aus, meinte die Expertin.

Sterbende haben ein Bedürfnis nach Versöhnung , erfuhren die Besucher, zu denen auch Hospizbegleiterinnen zählten. Man könne schauen, was der Sterbende brauche. Vielleicht könne man einen Brief zusammen schreiben, ein symbolisches Gespräch führen, lauteten ihre Ratschläge. Es gibt keine falschen Rituale, nur verpasste , machte Marianne Bevier deutlich.

Rituale würden auch den Sterbebegleitern Halt geben, um ihre Aufgabe zu meistern. Ein Ritual aus der Mannheimer Hospizgruppe sei, dass die Sterbebegleiterin eine Rose erhalte, dazu ein Licht für den Verstorbenen.

Heilbronner Stimme am 27.10.2005 von Margit Stöhr-Michalsky

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