Hospizdienst Weinsberger Tal e.V. - Es ist schön, Zeit zu schenken
 

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Ursula Dieterich ist Hospizbegleiterin im Weinsberger Tal

„Es ist schön, Zeit zu schenken"

WEINSBERG - Sechs Stunden in der Woche kommt Ursula Dieterich ins stationäre Hospiz in Weinsberg. Dort begleitet sie schwerkranke Menschen, geht mit ihnen ein paar Schritte spazieren und schenkt ihnen ihre Zeit - wenn es geht bis zum letzten Atemzug.

Durch persönliche Kontakte wurde Ursula Dieterich vor Jahren auf den Verein Hospizdienst Weinsberger Tal aufmerksam und trat ein. „Das ist eine gute Sache", dachte sie, ohne zu wissen, dass sie einmal die Ausbildung zur Hospizbegleiterin machen würde.

Dann erkrankte ihr Mann Joachim an Krebs. Neun Jahre hat sie ihn begleitet und gepflegt, „bis er gehen konnte". „Es war eine sehr intensive Zeit", sagt die 59-Jährige heute. „Es war eine traurige, aber auch eine gute Erfahrung."

Während der Behandlungszeit in Krankenhäusern unterhielt sich die Ehefrau mit anderen Patienten. Dabei merkte sie, wie wohl es tat, wenn jemand zuhört und da ist. Vor zwei Jahren schloss die Mutter zweier erwachsener Söhne ihre Ausbildung als Hospizhelferin ab. „Heute hatte ich meinen ersten Einsatz und es ist alles gut gelaufen", erzählte sie ihrem Mann danach an dessen Grab.

Die regelmäßigen Gespräche mit dem Team und der Ausbilderin Elfriede Schick geben ihr Sicherheit. Ursula Dieterich hat seither viele schöne Erfahrungen in ihrem ehrenamtlichen Dienst sammeln können. Miteinander weinen, aber auch lachen können, einfach da sein, das ist, was zählt, sagt sie. Wenn sie das Vertrauen eines schwerkranken Menschen spüre, dann freue sie das - sei es in der Klinik Löwenstein, im Pflegeheim, im Franken-Hospiz oder zu Hause. „Es ist schön, Zeit zu schenken", sagt die Hospizbegleiterin, und es komme ganz viel zurück.

Das Verabschiedungsritual mit einer Kerze und mit einem Gebet sind ihr ganz wichtig. Wenn sie bei der Todesstunde nicht dabei sein kann, dann kommt sie später noch einmal. Sie weiß, wie wertvoll es ist, wenn sie Fragen der Angehörigen über die letzten Stunden des Sterbenden beantworten kann.

Gelernt hat Ursula Dieterich, auch über das eigene Ende nachzudenken und Dinge zu klären. Heute kann sie mit ihren Eltern alles besprechen. Gefühle und Gedanken verarbeitet die Weinsbergerin, die seit 39 Jahren in Lehrensteinsfeld wohnt, beim Malen. Zahlreiche Werke in Acryl-Technik zieren die Wände in ihrem Haus.

Margit Stöhr-Michalsky
Evang. Gemeindeblatt für Württemberg Nr. 19/2009


Hospizdienst Weinsberger Tal e. V., Karl-Rebmann-Str. 8, 74189 Weinsberg
Einsatzleitung: Telefon 01 72 / 9 53 97 09 Diese Nummer bitte nur wegen Einsätzen anrufen. Alle anderen Themen bitte bei:
  Vorsitzender: Tel. 0 71 34 / 1 06 54, Fax:  0 32 12 / 1 23 62 87
ViSdP: Horst Gold
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