Hospizdienst Weinsberger Tal e.V. - Sterbezeit ist Lebenszeit
 

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Palliativmedizin am Lebensende
von Margit Stöhr-Michalsky

„Sterbezeit ist Lebenszeit", so war die Film-Dokumentation betitelt, die der Neurologe und Palliativmediziner Gian Domenico Borasio mit seinen Mitarbeitern entwickelte. Der Hospizdienst Weinsberger Tal hatte in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Obersulm-Affaltrach zum Filmabend eingeladen. 60 Besucher zeigten Interesse an diesem Thema.

Im Film zeigte das Team an drei persönlichen Beispielen aus einem Palliativzentrum in München wie schwerstkranke Menschen in der ganzheitlichen Pflege und Betreuung, die Mediziner, Pflegepersonal, Physiotherapeuten und Seelsorger mit einschließt, begleitet werden. Die spirituellen Wurzeln und Bedürfnisse des Patienten sind dabei ebenso in den Blick genommen wie ein offener Umgang mit dem Sterben. „Die Palliativmedizin ist da, um Räume zu schaffen, um bis zum Schluss selbstbestimmt Lebensqualität zu erhalten und Schmerzen zu lindern", wurde im Film betont. Auch die Angehörigen werden begleitet.

Vor zehn Jahren wurde der Film gedreht. In dieser Zeit entstand auch die Palliativstation im Klinikum am Gesundbrunnen. „Die Pflege gibt viel Geborgenheit", berichtete Stationsleiterin Jutta Kiesel. „Dabei ist die Symptom-Kontrolle sehr wichtig". Aktuell gibt es acht Betten auf der Palliativstation in Heilbronn. Die Palliativstation am Gesundbrunnen arbeitet auch mit dem stationären Hospiz in Weinsberg zusammen. „Auch hier wird die Palliativmedizin umgesetzt", sagte sie. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) im Kreis Heilbronn diene ebenfalls dazu, die Lebensqualität bis zum Ende zu erhalten.

„Sterbenszeit ist eine wichtige Zeit, um sich zu verabschieden, das Leben zu bedenken, auch dankbar zu sein", meinte Pfarrer Dirk Grützmacher. Das gelinge, wenn Ängste und Schmerzen gelindert würden. „Sterben ist mehr als das verzweifelte Warten auf den Tod", sagte der Autor im Film.

In der Dokumentation kamen Patienten und Angehörige zu Wort, Mediziner, das Team und der Palliativseelsorger. „Es ist ein schönes Gefühl, dass immer jemand da ist", erzählte ein Patient. Wenn Patienten sterben, erfolgt ein persönliches Ritual. „Rituale ermöglichen auch uns den Abschied", berichtete eine Schwester. Zweimal im Jahr werden Angehörige ins Palliativzentrum eingeladen und können sich austauschen, auch mit Ärzten und Pflegekräften. „Es ist ein Meilenstein in der Trauerarbeit", hieß es im Film.

Horst Gold, Vorsitzender des Hospizvereins Weinsberger Tal meinte zum Film: „Gian Domenico Borasio möchte das nötige Wissen weitergeben, damit möglichst überall in diesem Sinn gehandelt und ein Sterben „erster und zweiter Klasse" vermieden wird". Aber um die gezeigte angestrebte Situation zu erreichen, müsste noch viel getan werden. Positiv hat die Pflege auf der Palliativstation in Heilbronn und im Franken Hospiz in Weinsberg Karola K. (Name geändert) erlebt. Ihr Mann ist vor ein paar Wochen dort gestorben. „Mein Mann war bis zum Schluss sehr gut betreut und mir taten die Gespräche gut. Das Ritual am Ende hat mich beruhigt", sagte sie.

 

Film-Dokumentation

Sterbezeit ist Lebenszeit

Der Film ist eine Begegnung mit Patienten und Mitarbeitern einer Palliativstation und die Annäherung an eine neue Art der Sterbebegleitung. Er läuft am Dienstag, 07.02.2016 um 20 Uhr im Johanniterhaus Affaltrach, Am Ordensschloss 1. Herzliche Einladung.

Der Neurologe und Palliativmediziner Gian Domenico Borasio und seine Mitarbeiter entwickelten zusammen mit den Theologen Traugott Roser und Thomas Hagen neue Wege, Todkranken ein lebenswertes Lebensende zu bereiten und die Angehörigen angemessen zu begleiten. Die spirituellen Wurzeln und Bedürfnisse des Patienten sind dabei genauso im Blick wie ein neuer, offener Umgang mit dem Thema Sterben. Die Autonomie des Patienten wird gestärkt, damit aus dem Lebensschutz kein Lebenszwang wird und das Leben bis zum letzten Tag in Würde, gut versorgt und ohne vermeidbare Schmerzen gelebt werden kann.

Schwester Jutta Kiesel, Pflegedienstleiterin der Palliativstation des Krankenhauses am Gesundbrunnen, beantwortet Ihnen nach dem Film mit ihren persönlichen Erfahrungen Fragen zur palliativen Versorgung

Der Eintritt ist frei

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Hospizdienst Weinsberger Tal e. V., Karl-Rebmann-Str. 8, 74189 Weinsberg
Einsatzleitung: Telefon 01 72 / 9 53 97 09 Diese Nummer bitte nur wegen Einsätzen anrufen. Alle anderen Themen bitte bei:
  Vorsitzender: Tel. 0 71 34 / 1 06 54, Fax:  0 32 12 / 1 23 62 87
ViSdP: Horst Gold
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